Susanne Kos

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SUSANNE KOS

BIOGRAFIE

Geb. 28.8.1952 in Wien
Studium der Theaterwissenschaften
Arbeit als Regisseurin und Schauspielerin
Maltherapieausbildung in Gluoucester/England
Besuch des Malseminars B. Ketterlinus in Stuttgart
Internationale Sommerakademie in Salzburg bei Prof. G. Danisch
Gastjahr auf der Akademie der bildenden Künste Wien, Meisterklasse für Graphik
Gründung der Werkstätte für Kunst und Kultur in Wien, 1998
Lebt und arbeitet in Wien und im Waldviertel

2000 – 2019

AUSSTELLUNGEN

spuren im zeitlauf, kunstverein mistelbach, 2020
Susanne Kos und Walter Kainz, Galerie Gut Gasteil, 2020
Multitude, Malerei/Zeichnung, Galerie am Lieglweg, 2018
AKH Contemporary 2016 - Zeichnungen und Malerei, 2015/2016
Kunstverein Horn, 2015 - Vernissage zum Nachhören: https://literadio.org/blog/ archive/2750
Kulturbrücke Fratres, 2015
Werkstätte für Kunst und Kultur Q202, 2013/2014
Projekt 60 am Kamp, Steinegg, 2012
Schloss Primmersdorf, 2011
Gauermannmuseum, Scheuchenstein, 2010
N.Ö. Landessaustellung, Raabs/Thaya, 2009
Landhausgalerie Ausstellungsbrücke, St.Pölten, 2008
Galerie Artefakt, Wien 2008
Engel über Wien, Milleniumstower, 2008
Galerie am Lieglweg, Neulengbach, 2007
Bezirkshauptmannschaft Melk, 2006
Alte Schmiede, Schönberg/Kamp, 2006
Ankauf des Landes Niederösterreich, 2005
Karmeliterkirche, Wr. Neustadt, 2005
Club Alpha Wien, 2003
Verein für Kunst und Kultur, Eichgraben, 2003
Dorfmuseum Roiten bei Zwettl, 2001
N.Ö. Dokumentationszentrum für moderne Kunst, St.Pölten, 2000
Ankauf des Bundeskanzleramtes und Ausstellung der Ankäufe in St.Pölten, 2000

SUSANNE KOS

PUBLIKATIONEN

Der blaue Blick (2019),
Leporello, 148 x 210 mm, 8 Seiten

Zeichnungen (2016),
Folder, 148 x 210 mm, 20 Seiten

Kamp forever (2016),
Folder, 210 x 148 mm, 16 Seiten

Kamplicht/Schattenkamp (2014),
Transparente Helligkeit auf durchschimmernden dunklen Untergrund, das Dunkle als Träger des Hellen, nicht als Polarität zum Hellen – dieses neue Erlebnis von Welt malerisch zu gestalten, in Erscheinung zu bringen. Dunkles und Helles als Miteinander ist das Bestreben in der Serie Kamplicht. Projektfolder, 168 x 210 mm, 10 Seiten

Schattenkamp/Kamplich (2014),
Das Integrieren des Schattens in die Lebendigkeit der Welt der Farben gelingt durch das Fotografieren meines Schatten durch bemalte Glasplatten. Eine mehrdimensionale Welt entsteht. Projektfolder, 168 x 210 mm, 10 Seiten

Landscapes (2014),
Maghreb – Roter Kamp – Winterfluss
Ausstellungsfolder, 210 x 148 mm, 10 Seiten

Kamp 2009 (2008),
Kalender, 350 x 500 mm, 14 Seiten

Stein – Wasser – Kamp (2005),
Malerei – Zeichnungen
Katalog, 220 x 270 mm, 48 Seiten

GoldLand (2002),
Bilder entstanden am Fluss
Ausstellungsfolder, 165 x 210 mm, 8 Seiten

SUSANNE KOS

AKTUELLES

31. Oktober - 21. November 2020

spuren im zeitlauf

 

 

Die Künstlerinnen Susanne Kos und Gudrun Wassermann setzten sich in dieser Ausstellung mit dem Thema Erinnerung auseinander.

Sie begeben sich auf Spurensuche. Zeichen von Vergangenem, die sie auf ihren Reisen aufspüren, werden zur Inspiration für Zeichnung und Malerei. Ein Fetzen Beduinenzelt im Sand oder eine Grabanlage auf Orkney.

Die eigene Erinnerung-Vergänglichkeit und Beständigkeit, Festhalten und Loslassen-Prozesse die sich auch in der Gestaltung ihrer Arbeiten widerspiegeln. Die Erinnerung wird zur Bildgeschichte.

Susanne KOS und Gudrun WASSERMANN

spuren im zeitlauf

31. Oktober - 21. November 2020

Eröffnung der Ausstellung: 30. Oktober 2020, 19 Uhr

 

Rede zur Ausstellungseröffnung im Kunstverein Mistelbach am 30.10.2020
von Mag. Hartwig Knack

Manchmal reicht ein Wort, eine Stimme, ein Foto, eine Landschaft oder eine Farbe und wir tauchen in Erinnerungen ein. Wir erinnern uns an Orte, Personen, Stimmungen, Erfahrungen und Erlebnisse. Neben diesen oft unerwarteten Erinnerungen gibt es die, die wir bewusst suchen. In diesem Fall geht es dann um Spurensuche. Archäologen z.B. gehen auf Spurensuche. Sie wollen enthüllen, wollen vergegenwärtigen und Vergangenes anschaulich machen und quasi zum Leben erwecken. Lebensgeschichtliche Erfahrungen, zurückliegende kulturelle Errungenschaften als eigene Vergangenheit zu rekonstruieren ist nicht nur das, was unsere Identität ausmacht. Das Auffinden und Erhalten von Spuren vergangener Zeiten – gleich, ob gesellschaftlich gedacht oder ganz persönlich, autobiografisch betrachtet – das Auffinden von Spuren und das Wachhalten von Erinnerungen ist von zentraler Bedeutung für unsere Gegenwart und Zukunft. Ohne Bewusstsein der Historie können wir die Gegenwart nicht verstehen und ohne in der Zeit zu stehen können wir die Zukunft nicht gestalten.

Nun gehört es meines Erachtens zur Aufgabe der Bildenden Kunst, sich immer auch an dem gesellschaftsrelevanten Prozess einer Erinnerungskultur zu beteiligen. Und das tun Susanne Kos und Gudrun Wassermann. Ihre Kunstwerke übernehmen – neben anderen Funktionen – die Funktion einer Art Speicherungsform des Erinnerns.

Beide Künstlerinnen beschäftigen sich mit alten Kulturen, versuchen aus ihren Reiseerinnerungen künstlerisch Spuren festzuhalten und aus einzelnen Erinnerungsbildern Aussagen über ihr persönliches Erleben zu gewinnen und auf einer übergeordneten Ebene auch Aussagen über kulturelle Stätten, kultivierte oder naturbelassene Landschaften mit ihren Menschen und damit zusammenhängend über das Menschsein zu treffen.

Wenn die beiden Künstlerinnen ihr persönliches näheres Umfeld und ihre damit einhergehenden eigenen Gefühle untersuchen, betreiben sie eine Art biografische Feldforschung. Hier haben wir es mit einer persönlichen Spurensicherung zu tun, bei der es nicht nur um das sichtbare bildnerische Festhalten in Form von Zeichnungen, Objekten oder Malerei geht, sondern es geht auch um emotionale Aspekte, gleichsam um innere Tiefenschichten.

In den Bildern der Serie der Kohle- und Pastellkreidezeichnungen mit dem Titel „Höhlenzeichnungen“ beschäftigt sich Susanne Kos mit Ganggräbern aus der Jungsteinzeit, die sie im letzten Jahr auf den Orkneys – eine Inselgruppe vor der Nordküste Schottlands – besucht hatte. Die aus geschichteten Steinen gebildeten Gänge und Räume haben die Künstlerin fasziniert. Und zwar durch ihre Schlichtheit und Dunkelheit einerseits, andererseits auch durch die mystische Stimmung der Grabanlagen, die Susanne Kos als von Menschen geschaffene Urräume beschrieben hat, die für sie etwas mit Beginn, mit Ritual zu tun haben.

Eine zweite Bildfolge entstand nach der Lektüre des Buches "Erste Erde Epos". Geschrieben von Raoul Schrott, österreichischer Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, der sich mit dem heutigen Wissen über die Welt, über den Urknall und die Entstehung unseres Planeten bis hin zum heutigen Tag auseinandersetzt. Einige Motive der blauen quadratischen Blätter lassen an Samenkörner oder aber auch an ganze Galaxien denken. Das Thema bei Susanne Kos ist hier als oder Mikro- und Makrokosmos: Das Verhältnis des Großen Ganzen zum Detail und umgekehrt und die große Erzählung vom Werden und Vergehen

Eine weitere, sehr umfangreiche Serie aus aktuell etwa 60 Arbeiten, die sich in einem permanenten Prozess befindet beschreibt die Künstlerin als ein Erinnerungstableau, in der sie einschneidende persönliche Erlebnisse in den Kontext größerer politischer oder gesellschaftlicher Ereignisse stellt. Das heißt, sie kombiniert Details ihres Lebens mit zeitgeschichtlichen Themen. So taucht zum Beispiel die Aubesetzung in Hainburg auf, die Katastrophe von Tschernobyl oder auch der Fall der Berliner Mauer. In einer Arbeit aus den 90er Jahren sehen wir einen Computer auf ihrem Schreibtisch stehen: Eine der einschneidenden Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts! Susanne Kos war gewissermaßen dabei und hält diese historischen Ereignisse als persönliche Erinnerungsspuren im Bild fest.

Gudrun Wassermanns hier ausgestellte Arbeiten sind vor allem „Spuren des Unterwegs sein“, wie sie in einem kurzen Statement festgehalten hat. Für ihre „Erinnerungsspulen“ hat die Künstlerin an alten hölzernen Spulen, auf denen in zurückliegender Zeit vermutlich Zwirn oder Nähgarn aufgerollt war, wie eine lange Collage Fundstücke zusammengenäht. Darin finden sich alte Fotos, Zeichnungen, Notizzettel, Adressen von Briefkuverts und vieles mehr. Diese Fundstücke hat sie assoziativ zusammengesetzt und derart zugeschnitte, dass sie auf die Spule aufgerollt werden können. Die Spulen erinnern an historische Schriftrollen oder auch an buddhistische Gebetsmühlen, die Gebetstexte oder Mantras enthalten. Gudrun Wassermann bestückt ihre Spulen aber mit persönlichen Erinnerungen wie beispielsweise Rückblicke auf Urlaube in Umbrien, die sie mit ihrem Sohn, als er noch klein war, verbracht hat. Grundsätzlich sind die Spulen einem bestimmten Thema gewidmet. Ihre Kindheit kommt immer wieder vor. Breitenaich z.B. – nördlich von Wels gelegen – ist ein beschaulicher Ort, wo die Künstlerin oft ihre Sommerferien verbracht hat. In einem Fischerhaus am Bach, das ihr Großvater gebaut hatte. Es ist ein Ort ihrer Kindheit, wo die Zeit bis heute stehengeblieben scheint, wie Gudrun Wassermann erzählt. Ähnlich verhält es sich mit den Skizzen, die an der Thaya entstanden sind, wo die Künstlerin in der freien Natur gearbeitet hat. Die Landschaft dort sei ähnlich der in Breitenaich, sagt sie. Also auch hier ein persönlicher Bezug, der gedanklich rekapituliert wird.

Die kleinen Arbeiten aus Lanzarote sind vor zwei Jahren dort vor Ort entstanden. Die Künstlerin hatte Pigmente und Leinöl aus Österreich mitgenommen, tagsüber Skizzen gemacht und abends in der Technik der Eitempera gemalt. Auf Lanzarote hat sich Gudrun Wassermann auf Spuren von César Manrique begeben. Manrique war ein spanischer Künstler, Architekt, Bildhauer Umweltschützer auf Lanzarote, der sich dafür eingesetzt hat, dass die Insel durch den Tourismus nicht zerstört wurde. Überall auf der Insel finden sich von ihm entworfene Häuser, die meist sehr sensibel in die Landschaft integriert sind oder Skulpturen im öffentlichen Raum, die Bezug nehmen auf die umgebene Landschaft.

Zwei Wochen ist Gudrun Wassermann in der Wüste Negev in Israel unterwegs gewesen, wo sie in einer Jurte übernachtet und die Ruhe der Wüste nach aufgeregten Tagen in Tel Aviv genossen hat. Die Künstlerin war fasziniert von der Stimmung der Leere und Ruhe inmitten der Wüste, hat viele Bleistiftzeichnungen gemacht, die sie später im Atelier als Wachsobjekte oder auch größere Arbeiten umgesetzt hat. Zu erkennen sind in den Werken zum Beispiel Beduinenzelte und vor allem die Farbstimmung der Wüste wird eingefangen.

Die Serie der „Französischen Suiten“ hatte Gudrun Wassermann in Israel ausgestellt. In ihnen geht es um die Musik von Johann Sebastian Bach und ihre Umsetzung mittels Nähmaschine, Tusche und Zeichenstiften in grafische und malerische Formen. Eine Erinnerung an Israel und an Bach. Eine Serie, in der sich die Künstlerin mit Tönen, Klang, mit Hörerlebnissen beschäftigt und das Ganze in verschiedenen Strukturen rhythmisch visualisiert, sodass sie wie eine Partitur anmuten.

Alle Formfindungen, denen wir Barockschlössl Mistelbach begegnen, schöpfen aus Alltag, Assoziation, Intuition und Emotion. Die Künstlerinnen Susanne Kos und Gudrun Wassermann geben uns Einblicke in ihr jeweiliges komplexes Universum persönlicher Inszenierung von Erinnerung.

 

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For weitere Informationen kontaktieren Sie mich bitte: susanne.kos@a1.net

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